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verrückt schön

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  Jay Hernández, Kirsten Dunst, ...

verrückt schön

B-Typ
  • Film

Kirsten Dunst trägt kein erkennbares Make-up verrückt schön , und ihr mittellang geschnittenes Haar hängt in einem schlaffen, gleichgültigen Pony über ihr Gesicht. Ihr Lächeln, das eine Reihe schwach vampirischer Zähne enthüllt, blitzt vor lustvollem Hunger auf, aber es ist eine vorübergehende Empfindung, die von Augen, die funkeln und dann dunkel werden, in Schach gehalten wird. Dies ist kein aufgeputztes und gespraytes Teenie-Idol. Es ist eine Schauspielerin im Rohzustand, ihre Gefühle scheinen direkt durch ihre blasse, mit Grübchen versehene Haut.

In „crazy/beautiful“ spielt Dunst die 17-jährige Nicole, eine überprivilegierte Highschool-Schülerin aus Los Angeles, die zu viel trinkt und Drogen nimmt und sich in ihren Babypuppen-Neckholder-Tops zu einem wilden Kind macht, aber in Wirklichkeit ein gutmütiges, verlorenes Mädchen ist sie spielt ihre Verwirrung aus, weil es das Einzige ist, dessen sie sich sicher ist. Als sie Carlos (Jay Hernandez) trifft, einen schwelenden Latino-Klassenkameraden, der zwei Stunden mit dem Bus von East L.A. anreist, um die schicke, meist weiße Pacific High School zu besuchen, zieht sie ihn in ihren Strudel, die Sorglosigkeit ihres Verlangens.

„crazy/beautiful“ ist eine Romanze, die „Gegenseiten der Gleise“-Klischees nie ganz abschüttelt, auch wenn sie sie geschickt umkehrt. Carlos wurde zu einem liberalen Vorbild für die Ricky-Martin-Ära – ein leise sprechender A-Student und Footballstar, der nicht einmal auf einer Party trinkt und so selbstsicher ritterlich ist, dass er Nicole zwingt, sich Zeit zu nehmen, um ihn hineinzubringen Bett. Carlos, der dunkelhäutige Heilige mit den Babywangen, zielt wie Katzenminze auf das neue Teenie-Publikum des Schmelztiegels und ist der feuchte Traum eines Demographen, aber Newcomer Jay Hernandez mit seinem intelligenten, offenen Gesicht und seinem umwerfenden Grinsen gibt ihm einen Schimmer von Tiefe und Trauer. Carlos verliebt sich nicht nur in Nicole. Er muss sie auch retten – sie vor sich selbst retten – und Dunst und Hernandez, die großartig zusammen aussehen, ziehen direkt aus ihrem Flirt mit heißen Körpern eine Intimität.



Was ist überhaupt Nicoles Problem? Ihr Vater, ein verwitweter kalifornischer Kongressabgeordneter (Bruce Davison), liebt sie zu sehr und zu wenig und bringt das rücksichtslose, besorgte Mädchen unsensibel mit ihrer selbstzerstörerischen Mutter in Verbindung. Oder sowas ähnliches. Davison, ein großartiger Schauspieler, scheint Michael Douglas zu spielen, bevor er die griesgrämige Wut nachlässt und die Figur zu einer eigenen Kreation weicher macht. Der Familienstreit kommt direkt aus dem Dysfunktionshandbuch – zumindest, bis Davison und Dunst endlich gegeneinander ausspielen dürfen, an welchem ​​Punkt „verrückt/schön“ wirklich berührend wird. Dunst, in ihrer bisher besten Leistung, hat jetzt ihre anderen Teenie-Stars übertroffen. Sie ist wohl die erste Schauspielerin ihrer Generation, die bereit ist, es mit Gwyneth und Julia aufzunehmen.

verrückt schön
Typ
  • Film
mpaa
Laufzeit
  • 95 Minuten
Direktor