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Urteil in Nürnberg

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Urteil in Nürnberg

C-Typ
  • Film

Was stellt die Einhaltung des Völkermords dar? Diese schwarze Frage befeuerte Abby Manns fesselnden Film von 1961 über den Prozess gegen Nazi-Richter durch amerikanische Behörden in Nürnberg. Seine Bühnenversion erregt derzeit große Aufmerksamkeit, vor allem dank Maximilian Schell – der für seine Darstellung des klinisch-deutschen Strafverteidigers einen Oscar erhielt und nun, 40 Jahre später, einen der Angeklagten spielt. So voller herrlicher Bombast auf der Leinwand, Urteil in Nürnberg hat seine Kanten auf der Bühne abgeschliffen. Eine deutsche Witwe (Marthe Keller) setzt sich aus Loyalität für ihre Landsleute ein, mit wenig Andeutung ihrer brodelnden Wut. Der vorsitzende Richter Haywood (George Grizzard) tauscht seinen Yankee-Feuerstein gegen ähm-nur-einen-Land-Fellah-Volksgeist. Sogar Schell sieht leicht benommen aus, als würde er durch eine Erinnerung wandern (was verständlich ist, da die meisten Dialoge aus dem Film stammen). Es ist eine frustrierende Sache. Die Schuld am Holocaust ist eine so wichtige Untersuchung, doch dieses Remake ist – ohne kurzzeitige Funken – so schlaff wie ein überdehnter Slinky.

Urteil in Nürnberg
Typ
  • Film
mpaa
Laufzeit
  • 186 Minuten