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Tom Morello von Audioslave: Meine 5 Lieblingsprotestlieder

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  Tom Morello Bildnachweis: Tom Morello: John Shearer/WireImage.com

Tom Morello von Audioslave: Meine 5 Lieblings-Protestlieder

Nach acht Jahren bei Rage Against the Machine kennt sich Gitarrist Tom Morello ein wenig mit Protestmusik aus. Egal, dass sich die feurige linke Band ohne Frontmann Zack de la Rocha 2001 als unpolitische Band Audioslave (mit dem ehemaligen Soundgarden-Sänger Chris Cornell) neu konstituierte – Morello hat in seinen anderen Projekten weiter gewütet. Seine aktivistische Band Axis of Justice, die zusammen mit Serj Tankian von System of a Down gegründet wurde, hat eine Tournee und ein Live-Album hervorgebracht (am Wahltag am 2. November), auf dem Morello sein Debüt als Singer-Songwriter im Stil von Woody Guthrie gibt enthüllt seinen imposanten Bassbariton. Morello teilte die Protestmelodien, die ihn inspiriert haben, mit Brian Hiatt, dem Senior-Autor von EW.com.

Staatsfeind, „Fight the Power“ (1989) Es ist das politische Hymne des Hip-Hop. Es ist ein mitreißender Schlachtruf, der mich beflügelte, als ich ihn zum ersten Mal hörte, weil er die Kühnheit hatte zu sagen: „Elvis war für die meisten ein Held/ Aber er bedeutete nie s— für mich.“ Und ich sagte: „Weißt du was? Ich auch nicht! Meine Helden erscheinen nicht auf Briefmarken.“ Public Enemy konnte wirklich artikulieren, was viele amerikanische Städte dachten und was auch viele Kinder in weißen Vorstädten dachten. Es ist die Verkörperung dessen, was vielleicht unser patriotischster Wert ist: Dissens.

Der Zusammenstoß, „White Riot“ (1977) „White Riot“ ist ein phänomenaler Punkrock-Song. Es hat Zeilen, die für immer in meiner Erinnerung prangen: 'Übernimmst du / Oder nimmst du Befehle an? / Gehst du rückwärts / Oder gehst du vorwärts?' Diese Fragen versuche ich heute jeden Tag für mich zu beantworten. Es ist ein Lied, das geschrieben wurde, als es in den schwarzen Gemeinden Londons zu Ausschreitungen gegen die Brutalität der Polizei kam. [Clash-Sänger/Gitarrist] Joe Strummer sagte, dass auch die weiße Jugend der Arbeiterklasse unterdrückt wird, und doch sind wir zu feige, um rauszugehen und uns mit unseren Brüdern und Schwestern verschiedener Ethnien zusammenzuschließen. Es ist ein großartiger Aufruf zur Einheit in Aktion.



John Lennon, „Stell dir vor“ (1971) „Imagine“ ist ein subtil revolutionärer Song. Wenn man wirklich hört, was er da singt, spricht er auf persönliche und politische Weise über den Umsturz der bestehenden Ordnung. Er spricht auf sehr tiefgründige Weise über die Transformation der Gesellschaft. Und es ist in eine so schöne Melodie eingebettet; Ich finde, es ist eines der schönsten Lieder, die je geschrieben wurden. Es ist leicht zu vergessen, dass die Worte sehr hart sind. Es ist wie bei den tektonischen Platten der Erde – es bewegt sich wirklich, wirklich tief. Es ist eine echte Art von anarchistischem Weltbild, das er in diesem Song demonstriert.

Woody Guthrie, „Dieses Land ist dein Land“ (1940) Es wurde als wütendes Lied geschrieben, als Antwortlied auf Irving Berlins „God Bless America“. Woody Guthrie glaubte nicht, dass Irving Berlins Song uns alle einschließt, [all] das amerikanische Volk. Es gab Verse dieses Liedes, die uns in der dritten Klasse nicht beigebracht wurden, die die wahre Bedeutung des Liedes offenbaren. Die letzte Strophe des Liedes lautet: „Eines strahlend sonnigen Morgens im Schatten des Kirchturms/ Beim Hilfsbüro sah ich meine Leute/ Als sie hungrig dastanden, stand ich da und fragte mich/ Ob dieses Land für dich und mich gemacht wurde.“ Wenn es Gerechtigkeit gäbe, wäre dieses Lied unsere Nationalhymne.

Peter Gabriel, 'Biko' (1980) Es ist Peter Gabriels wunderschöne Laudatio auf den südafrikanischen Anti-Apartheid-Aktivisten Steven Biko, der [1977] von den dortigen Sicherheitskräften ermordet wurde, weil er eine gerechte Gesellschaft wollte und der rassistischen und brutalen Unterdrückung durch die Apartheid ein Ende setzen wollte. Er war der Martin Luther King Jr. von Südafrika. Peter Gabriel kombiniert die indigene Musik des schwarzen Südafrikas mit der Geschichte von Bikos Leben, Tod und der Macht, die er auch nach seinem Tod hatte, um sein Land zu verändern. Vier Zeilen waren nie wahrer: „Du kannst eine Kerze ausblasen/ Aber du kannst kein Feuer ausblasen/ Sobald die Flamme zu fangen beginnt/ Der Wind wird sie höher blasen.“ Genau das ist in Südafrika passiert.

Was sind deine Lieblings-Protest-Songs? Liste sie unten auf.