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Tod Smoochy

Artikel
  Robin Williams, Tod für Smoochy Kredit: Tod an Smoochy: Tackashi Seida

Tod Smoochy

Typ D+
  • Film

Manche Witze sind so allgegenwärtig, dass sie gar keine Witze mehr sind; sie sind eher wie kulturelle Tics. Früher war es ein verbreitetes Klischee, dass Pantomimen enorm nervig sind, und die gleiche Haltung der Flippverachtung wurde inzwischen immer und immer wieder auf den unerträglich populärsten aller Kindershow-Stars, Barney, den Dinosaurier, angewendet. Welcher Erwachsene, der bei klarem Verstand ist, verachtet Barney nicht? Wer hat nicht mindestens einen lustigen Crack darüber gemacht, dem Purple One körperlichen Schaden zufügen zu wollen? Noch drin Tod Smoochy , einer Komödie des hinterhältigen Overkills, die in der barneyesken Welt des Kinderfernsehens spielt, tut Regisseur Danny DeVito, als würde er die unverschämteste kranke Satire der Geschichte inszenieren.

DeVito ist so begierig darauf, Sie mit seinem dröhnenden menschenfeindlichen Bombast über den Kopf zu schlagen, dass er seinen zentralen Knebel telegrafiert und entschärft, bevor wir uns überhaupt auf unseren Plätzen niedergelassen haben. „Death to Smoochy“ beeilt sich, uns von seinen Eröffnungsmomenten an zu zeigen, dass „Rainbow“ Randolph Smiley (Robin Williams), der Happy-Clown-Moderator des am höchsten bewerteten Kinderprogramms im Fernsehen, ist – hol dir eine Ladung davon! – eine große Fälschung, ein galliger, trinkfester Abschaum, der Bestechungsgelder von eifrigen Eltern annimmt, die verzweifelt versuchen, ihre Kleinen in die Show zu bringen. In Ungnade gefallen, als er seinen Betrug entdeckt, plant Randolph sofort seine Rache. Er konzentriert seine ganze Wut auf seinen Nachfolger Smoochy, ein kuscheliges Singsang-Nashorn, das von seinem Schöpfer Sheldon Mopes (Edward Norton), einem genialen, von Naturkost besessenen Weltverbesserer, in einem großen, flockigen, gehörnten Fuchsia-Anzug gespielt wird – er hat entdeckt, dass er dort auftritt eine Methadon-Klinik in Coney Island – die wirklich daran glaubt, Kinder zu inspirieren.

Wie sieht also die dunkle Seite von Robin Williams aus? Erstaunlicherweise nicht so anders als die helle Seite. In „Death to Smoochy“ hustet er Obszönitäten wie faule Abgase aus, verzieht sein Gesicht zu einem gummierten Stirnrunzeln und wickelt seine Quecksilberlieferung in barocke Gewitter wie „I'm not gonna sleep until worms are crawling up your foam rubber a– !” Das Problem ist, dass Williams alles, was er sagt, wie eine Imitation klingen lässt; Sogar seine schockierenden Tiraden enthalten eingebaute Anführungszeichen. Das Drehbuch von Adam Resnick ist in seiner violetten Wut so kostbar, dass es an eine verkochte Kreuzung zwischen Bruce Vilanch und Clifford Odets denken lässt. Jeder auf der Leinwand, von Catherine Keener als mörderische, einschaltquotenverrückte Programmmanagerin (jetzt gibt es ein originelles Konzept für Satire) bis hin zu Harvey Fierstein als Gangster, der Smoochys Popularität in einen Mob-Schläger verwandeln will, ist so ein Cartoon-Crack, dass Williams stilisierte Galle fällt nicht einmal auf.



Als Smoochy hat Norton den richtigen strahlenden Idiotengeist, aber er spielt Sheldon den Dummkopf in einem vagen, sanftmütigen Modus, der nie ganz geliert. Es gibt niemanden, mit dem man sich in dieser schwerfälligen „vernichtenden“ Thriller-Farce anfreunden könnte, aber DeVito wäre vielleicht damit davongekommen, uns den Bankrott der Menschen ins Gesicht zu schubsen, wenn alles im Dienste eines erfrischenden, bösen, originellen Witzes gestanden hätte. „Death to Smoochy“ erzählt einen altmodischen, nicht annähernd so bösen Witz, wie er denkt. Wieder und wieder.

Tod Smoochy
Typ
  • Film
mpaa
Laufzeit
  • 108 Minuten
Direktor