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Probots

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 Probot, Dave Grohl Bildnachweis: Probot: Matthias Clamer

Probots

B-Typ
  • Musik
Genre
  • Metall

Basierend auf seinen Videos und Interviews weiß Dave Grohl eindeutig ein oder zwei Dinge über Humor, was ihm sicherlich dabei geholfen hat, nach dem Selbstmord von Kurt Cobain bei Verstand zu bleiben. Er weiß auch mehr als nur ein paar Dinge über Hard Rock, insbesondere Speed, Thrash und Death Metal. Probots Grohl hämmert Headbanger-Beats und Riffs, während ein Kessel aus Underground-Metal-Brüllern (Mitglieder von Venom, Voivod, Celtic Frost usw.) in das Mikrofon brüllt. Hart und heavy, „Probot“ ist eine erstklassige Re-Kreation des Soundtracks von Grohls Bong-inhalierender Jugend in all seiner unerbittlichen, doomigen, düsteren Pracht. Und für eine Lerche zielt (und trifft) es auf ein paar Volltreffer, darunter das peitschende „The Emerald Law“ und der postapokalyptische Todesmarsch „Ice Cold Man“.

In den 80er Jahren hatte solch strenger Indie-Metal tatsächlich Mysterium und Anziehungskraft. Heutzutage ist der Nervenkitzel jedoch weitgehend verschwunden. Wenn Motorheads Ikone Lemmy auf „Shake Your Blood“ krächzt: „Looking for some relief in your miserable life/You need some rock & roll and you’d better get it right“, ist das Ergebnis eher amüsant als bedrohlich. Andere Songs sind mit ihrem dämonischen Froschgesang und Verweisen auf Erzengel und „Szenen des Massenverfalls“ auch ungewollt lustig. Trotz der Ernsthaftigkeit der Sänger liegt „Probot“ irgendwo zwischen Hommage und Heuler. Man kann sich leicht vorstellen, dass Cobain, wo immer er auch ist, in seiner Lächerlichkeit schwelgt. Aber ist das gut so?

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Typ
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Genre
  • Metall