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Partymonster

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  Partymonster

Partymonster

B-Typ
  • Film
Genre
  • Theater
  • Musical

Partymonster zeigt das erstaunlich seltsame Spektakel von zwei bekannten Hollywood-Schauspielern, Macaulay Culkin und Seth Green, die meckern und herumhacken, posieren und herumwirbeln, während sie sich als berüchtigte New Yorker Club-Kids der späten 80er und frühen 90er Jahre ausgeben, deren Identitäten an sich schon Schöpfungen von waren extravaganter Kunstgriff. Jeden Abend ziehen Michael Alig (Culkin) und James St. James (Green) jenseitige Kostüme an, als wären sie Drag Queens auf dem Weg zum Abschlussball auf Neptun. Sie sind die Bastard-Stiefkinder von Dr. Frank-N-Furter und der bösen Hexe des Westens, und ihr Spaß geht über die Geschlechteränderung hinaus. Es ist von einem mürrischen Wunsch gefärbt, die gesamte langweilige, heterosexuelle Welt zu erschrecken.

Als Alig, der seine eigenen verrückten Verkleidungspartys in der drogenbetriebenen Disco Limelight veranstaltete, nur um in Sucht und Mord zu verfallen (er wurde 1996 wegen Mordes an seinem Dealer Angel Melendez verurteilt), hat Culkin schlaffe Haare rasiert der Rücken, spricht in einem fröhlichen sarkastischen Singsang und streckt seine Lippen zu einem spöttischen Bonbonlächeln, nur diesseits des Clowns. Er spielt Alig als selbstverliebten Cherub von scherzhafter Gleichgültigkeit. St. James ist Aligs Mentor, der von Special K high wird und herumsteht und Leute verspottet, wie Paul Lynde mit einer verstopften Nase. Culkin und Green scheinen für ihre Rollen eine Nuance zu weich zu sein, aber dies ist vielleicht der seltene Fall eines Films, in dem Amateurtheatralik (irgendwie) funktioniert. Die Charaktere in „Party Monster“ erleben Freude und Schmerz als grundlegend synthetisch, und die beiden Stars machen sich in einem furchtlosen Akt des Stuntcastings die hohe Fälschung böser Plastikherzen zu eigen.

„Party Monster“, geschrieben und inszeniert von Fenton Bailey und Randy Barbato, die teilweise auf ihrem Dokumentarfilm von 1998 basierten, ist so protzig und unbeholfen wie einige der Warhol/Morrissey-Filme der frühen 70er Jahre. Der Film macht didaktisch deutlich, dass die auf die Leere des Ruhmes fixierten Clubkids mit „Fabulousness“ eine innere Leere überdecken. Doch auch wenn die schwule Glam-Unterwelt jetzt wie eine triviale Blase der Dekadenz aussieht, ist ihr Giftpillen-Exhibitionismus, wie er von Bailey und Barbato eingefangen wurde, so farbenfroh und bösartig wie die messerscharfen Extreme des Punk. Während der Film in die Boulevardpresse des Melendez-Mordes übergeht, werden Sie sich vielleicht, wie ich, entsetzt und doch ergriffen fühlen, begierig darauf, zu sehen, wie die Bösartigkeit des Lagers von Kreativität zu Empörung zu spontanem Bösen werden kann.



Partymonster
Typ
  • Film
Genre
  • Theater
  • Musical
mpaa
Laufzeit
  • 98 Minuten
Direktor