recenzeher.eu

Unterhaltungsnachrichten Für Fans Der Popkultur

Im Schnitt

Artikel
  Meg Ryan, Im Schnitt

Im Schnitt

F-Typ
  • Film
Genre
  • Erotisch
  • Geheimnis
  • Thriller

Früher war es so, dass eine Schauspielerin, wenn sie eine Rolle für Glaubwürdigkeit übernahm (erinnern Sie sich an Jessica Lange in „Country“?), alles tat, um ihren Glamour zu dämpfen. Doch Meg Ryan in dem protzigen, geilen Erotik-Thriller zu sehen Im Schnitt , Es ist wirklich eine Herausforderung, sich auf alles hinter ihren Haaren zu fixieren. Ryan, besetzt als mürrische Englischlehrerin, die Angst vor allem hat, was sie anzieht, trägt ihre Locken in einem streng geraden, rotbraunen Helm (man denke, Heidi Klum trifft auf Annie Hall), und ihre Pixie-Gesichter verschwinden fast unter diesem stilvollen intellektuellen Mop . Dieser Film scheint zu sagen, dass, wenn Sie eine kommerzielle Schauspielerin sind, die darum besorgt ist, Ihren Status in Hollywood zu stützen, dann ist die Glaubwürdigkeit in all ihrer Oscar-gekrönten Pracht nur einen Spüljob entfernt.

„In the Cut“, eine Adaption von Susanna Moores populärer Novelle, beginnt mit einer Schlafliedversion von „Que Será, Será“, die so disharmonisch ist, dass es klingt, als hätte der Klavierspieler eine Magenverstimmung. Die melodische Furcht wird durch die zerbrochenen Spiegelbilder ergänzt, während die Regisseurin Jane Campion Lower Manhattan in Fragmente von entvölkertem Grunge zersplittert. Es gibt Seitengassen, unkonventionelle Mietskasernen und gelegentlich Stripclubs, die alle in leuchtenden Sonnenuntergangstönen mit einer wackelnden Handkamera aufgenommen wurden. Doch die Orte sind so feierlich und verlassen wie ein Mausoleum. Technisch gesehen mag dies New York City sein, aber es wurde von allem organischen Trubel befreit, als würde Campion eine expressionistische Version von „Eyes Wide Shut“ drehen.

Die Atmosphäre gedämpfter, hermetischer Paranoia erstreckt sich bis zur grenzwertig lächerlichen Geschichte, als Frannie Avery (Ryan) in den Keller einer düsteren Bar wandert, wo sie im Schatten einen Mann beobachtet, der von einer Frau mit blauen Fingernägeln Oralsex erhält. In dem Roman beschreibt Moore diesen Moment nüchtern, während ihre Heldin die Technik der anderen Frau leichtfertig bewertet. Im Film wird es zu einer Urszene männlicher Dominanz, als wäre Frannie eine zitternde Jungfrau, die in die Hölle hinabgestiegen wäre. „In the Cut“ ist einer dieser Potboiler, in denen ein mörderischer Slasher auf freiem Fuß ist und der Mann, mit dem unsere Heldin schläft, der Mörder sein kann oder auch nicht. In diesem Fall wäre das Detective Malloy (Mark Ruffalo), der schroffe Welpe eines Polizisten, der den Fall untersucht. Ohne Moores eifrige, forschende Prosa ist „In the Cut“ im Wesentlichen ein schrecklich träger Late-Night-Kabelfilm geworden, komplett mit kitschigen Zufällen und zerstückelten Gliedmaßen. Es sind „Verbotene Sünden“, die zu einem „Mythos“ des Opferfeminismus aufgeblasen werden.



Ryan und Ruffalo haben eine Schlafzimmerszene, in der sich die Schauspielerin ohne Bodydouble entkleidet, aber Ryan wirkt leider nicht erregter, als wenn sie ein Bodydouble gewesen wäre. Ihre Affektlosigkeit könnte zu Campions Design passen. Der einst großartige Regisseur von „The Piano“ ist in den letzten zehn Jahren einer Art verdummender Didaktik erlegen, und dieser Trend erreicht seinen Tiefpunkt mit „In the Cut“, einem Film, der sich anstrengt und es nicht einmal schafft, grell zu sein wie es mit dem Finger auf alles wedelt, was der Sünde ähnelt. Überall, wo Frannie hinschaut, sieht sie Vorzeichen sexueller Gewalt, doch Ryan strahlt weder Verlangen noch Schrecken aus. Sie ist in einer Welt leblos abstrakter weiblicher Angst gefriergetrocknet, und so ist der Film.

Im Schnitt
Typ
  • Film
Genre
  • Erotisch
  • Geheimnis
  • Thriller
mpaa
Laufzeit
  • 118 Minuten
Direktor