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Ich spioniere

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  Owen Wilson, Eddie Murphy, ... Kredit: Ich spioniere: Joseph Lederer

Ich spioniere

C-Typ
  • Film

Im Ich spioniere Eddie Murphy spielt Kelly Robinson, einen hochbezahlten Boxer, der mit Owen Wilson als Alex Scott, einem unterschätzten Spezialagenten, auf einer Regierungsmission zusammenarbeiten muss, um ein Aufklärungsflugzeug zu bergen, das in die Hände von Übeltätern gefallen ist. Die bösen Jungs, angeführt von Malcolm McDowell als schurkischem Waffenhändler (mit einer vorübergehenden Ähnlichkeit mit Mike Myers’ schuppigem Goldmember), werden eigentlich Übeltäter genannt, in einem zeitgemäßen Spiel mit der Bush-ischen Sprache der aktuellen Ereignisse. Aber die Denkweise dieser nicht außergewöhnlichen Spionagekomödie ist eigentlich das Gegenteil von aktuell: Sie ist Standard und baut direkt auf der vertrauten Chemie seltsamer Paare auf, deren stilistische (und insbesondere komödiantische) Unterschiede beiläufig untrennbar mit ihren Rassenunterschieden verbunden sind.

Als solches folgt das Duo einer einzigartigen amerikanischen Tradition des interkulturellen Witzes, einem Genre, das zuvor von denkwürdigen Kumpels wie Gene Wilder und Richard Pryor, Nick Nolte und Eddie Murphy, Mel Gibson und Danny Glover, Owen Wilson und Jackie Chan weiterentwickelt wurde Jackie Chan und Chris Tucker. Und als solche verdanken all diese seltsamen Gesellen ihre Existenz dem Original „I Spy“, der beliebten Fernsehshow aus der Mitte der 1960er Jahre, von der der Film seine Inspiration bezieht (und zu wenig nutzt). Der alte „I Spy“ war die erste Massenunterhaltung, die es wagte, das auszuprobieren, was wir heute so kühl für selbstverständlich halten. Als Bill Cosby sich mit Robert Culp als angesagten, scherzenden Geheimagenten Robinson und Scott (der als Tennisprofi und Trainer durchging) zusammentat, war Cosby – damals ein Stand-up-Comedian – der erste schwarze Mann, der zur Hauptsendezeit als Held auftrat. Das war potenziell aufrührerisches Zeug – mit keinem Riff über Brüder und Hoods und wie weiße Männer nicht springen können. Es war auch revolutionär.

Die Popkultur mag einen langen Weg zurückgelegt haben, aber hier ist die Sache: Dieser „I Spy“, der Hollywood-Werksfilm unter der Regie von Betty Thomas (die Murphy in „Dr. Dolittle“ so gut gemacht hat), bewegt sich keinen Zentimeter vorwärts, in jede Richtung: Nicht, um das Leistungsspektrum von Murphy und Wilson zu erweitern. Nicht, um den komischen Rand zu schärfen, der Darsteller von solch übertrieben unterschiedlichen Sensibilitäten für Schwarze und Weiße trennt. Und schon gar nicht darin, für eine neue Generation neu zu definieren und zu aktualisieren, was immer die größte Errungenschaft der TV-Serie war: die Schaffung einer hippen, scherzhaften, koketten, brüderlichen Zuneigung zwischen zwei coolen Typen, die voneinander aufgepeppt wurden. Und der zufällig in verschiedenfarbige Felle gekleidet war.



„I Spy“ aus dem Fernsehen wusste, wie man swingt. Der Film „I Spy“ weiß nur, wie man Momente der Prahlerei von Murphy und der Kiffer-Ocity von Wilson aneinanderreiht, und der Schweiß zeigt sich. Eine Gag-Session-Szene in einem Budapester Abwasserkanal, während die Partner sich vor Verfolgern verstecken, nähern sich kurzzeitig der Zärtlichkeit und wissen dann nicht, was sie mit dem Ton anfangen sollen. (Scott gesteht, dass er sich nach einem hübschen Agentenkollegen sehnt, der nach dem Spielbuch für hübsche Agenten von Famke Janssen gespielt wird.) Da brüderlicher Be-Bop unerreichbar ist, lässt dies viel Raum für mittelmäßige Verfolgungsjagden. In dieser offensichtlichen Komödie gibt es nichts Undercover; es gibt nicht einmal etwas Hauttiefes.

Ich spioniere
Typ
  • Film
mpaa
Laufzeit
  • 96 Minuten
Direktor