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Dr. Seuss' Die Katze im Hut

Artikel
  Mike Myers, Dr. Seuss' The Cat in the Hat

Dr. Seuss' Die Katze im Hut

D-Typ
  • Film
Genre
  • Science-Fiction
  • Komödie
  • Familie

Im Die Katze im Hut von Dr. Seuss , Mike Myers spricht in einem New Yawk-Akzent von solch nörgelndem, aber wahllosem Geschmack, dass er ein halbes Dutzend lahmer Imitationen auf einmal zu machen scheint. Als ich den Film sah, fragte ich mich immer wieder: Wo habe ich diese Stimme schon einmal gehört? Die blasierten Brooklyn-Vokale sind reine Linda Richman, die Streisand-verehrende „Coffee Talk“-Matrone, die Myers früher in „Saturday Night Live“ gespielt hat. Aber es gibt auch einen Hauch des feigen Löwen in seinen spöttisch müden, zerhackten städtischen Seufzern und auch in seinem allgegenwärtigen Lachen – ein blähendes, erzwungenes, ängstliches Kichern, das Myers jedes Mal wie einen Haarball hustet, wenn er ein weiteres Stöhnen loslässt eine Pointe.

„The Cat in the Hat“ ist in einem hyperaktiven Kiddie-Tech-Stil gemacht, der es seinem titelgebenden Unruhestifter kaum erlaubt, länger als drei Sekunden an einem Ort zu bleiben. Was in Ordnung gewesen wäre, wenn er den ungezogenen, windigen Witzboldgeist von, sagen wir, Robin Williams 'Aladdin oder Michael Keatons Beetlejuice gehabt hätte. Stattdessen kam jemand (Myers?) auf die brillante Idee, die Katze mit dem Hut in den schlimmsten Vegas-Nachtclub-Spritzer von 1958 zu verwandeln. Er ist zu einer pelzigen Version von Rip Taylor geworden: einer wandelnden, sprechenden Vaudeville-Idiotenkiste.

„The Cat in the Hat“ bestätigt, dass ein elitäres neues Ritual nun die obere Machtebene der amerikanischen Filmkomödie definiert. Es reicht nicht mehr aus, ein genialer Slapstick-Slob wie Adam Sandler zu sein oder eine geliebte Ikone des dämlichen Wahnsinns wie Ace Ventura oder Austin Powers zu erschaffen oder sogar ein Gehalt von 20 Millionen Dollar zu verlangen. Nein, um in die wahre Einsamkeit des Tippy-Tops aufzusteigen, muss sich ein Komiker jetzt in ein monströs unbequem aussehendes Kunstpelz-Outfit winden, das ihn ausgestopft, wenn nicht beritten erscheinen lässt, alles, um eine mühsame Gonzo-, aber wörtlich gemeinte Imitation zu liefern eines Dr. Seuss-Charakters in einem Urlaubsfilm, der dem Publikum das Gefühl gibt, als hätte es den ultimativen schlechten Tag in Disney World.



Es ist drei Jahre her, dass Jim Carrey in „How the Grinch Stole Christmas“ seine Seussianische Pflicht im Kostümgeschäft erfüllt hat, und dieser Film, so uninspiriert er auch war, hatte die Architektur einer guten Handlung. „Die Katze mit dem Hut“, bei dem der ehemalige Produktionsdesigner Bo Welch („Edward mit den Scherenhänden“) Regie führte, ist alles visuelles Geschwätz; Der Look ist Corporate Tim Burton, aber die Atmosphäre ist „Home Alone“ im Quadrat. Und, oh, arbeitet der arme Mike Myers jemals hart daran! Als Katze stattet er Conrad und Sally (Spencer Breslin und Dakota Fanning) einen Besuch ab, die in einem Block von scheinbar identisch übergroßen, lavendelfarbenen Monopoly-Häusern leben, und er führt sie in die Freuden der Aufmerksamkeitsdefizit-Anarchie ein. Er rülpst und springt und wird wie eine Piñata geschlagen. Er verwandelt sich in einen Matador, einen schottischen Fernsehkoch, einen Hippie-Antragsteller mit Dreadlocks (das eine Mal, als ich lachte) und Carmen Miranda. Er beschichtet die Wände und Möbel mit violettem Flubberish Goo. Durch all das erzählt er so schlechte Witze, dass sie, obwohl sie schlecht sein sollten (das ist der Witz, sehen Sie), wirklich nur … schlecht sind. „Lassen Sie mich das klarstellen“, sagt er über den fetten Babysitter der Kinder. „Du bezahlst! … diese Frau! … um auf Babys zu sitzen?“ (Pause für Pointe.) 'Ich würde es umsonst tun!' Jedes Mal, wenn die Katze so einen Knebel fallen lässt, lacht er. Laut. Alles selbst.

In den Büchern von Dr. Seuss grinst er immer, aber es ist ein fröhliches, einladendes Grinsen: die freundlichste Kraft der Unordnung, die man sich vorstellen kann. Myers, dessen Gesicht in Schichten von Polstern gehüllt ist, die ihn wie einen Marshmallow mit Zähnen aussehen lassen, ist eher pflichtbewusst als fröhlich – ein ironisch gackerndes Sauertier. Außerdem gibt es in den Seuss-Büchern eine angenehme, dadaistische Gelassenheit – sie liegt in dem schiefen Tonfall der Reime –, die ihre wahnsinnigen Ausgelassenheit wie eine auf den Kopf gestellte Form des gesunden Menschenverstands erscheinen lässt. Als Film lässt „The Cat in the Hat“ den Doggerel fallen, aber er steckt in einem bonbonfarbenen synthetischen Overdrive fest. Schauspieler wie Sean Hayes und Alec Baldwin werden in ihren hellgrünen und lila Businessanzügen hysterisch, und die Kinder sind unordentliche, schlecht benommene Gören, die bereits ihre eigene Art von Anarchie in den USA perfektioniert haben. Wozu brauchen sie die Katze mit dem Hut? Er ist nur ein weiterer nerviger Krachmacher in einem Universum formwandelnder Grobheit.

Dr. Seuss' Die Katze im Hut
Typ
  • Film
Genre
  • Science-Fiction
  • Komödie
  • Familie
mpaa
Laufzeit
  • 82 Minuten
Direktor