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Der Koloss von New York

Artikel

Der Koloss von New York: Eine Stadt in dreizehn Teilen

Typ B+
  • Buch
Genre
  • Aufsätze

„Colossus“, ein Stakkato-Prosagedicht an New York des Romanautors Whitehead („John Henry Days“), dröhnt vor ängstlicher Erregung und aufgeregter Angst und bietet Platz für das Noirische, das Berichterstatterische und das Epigrammatische. In einem Kapitel bereiten wir uns darauf vor, abends auszugehen: „Twilight ist eine Maskenfabrik.“ Ein anderer beginnt: „So viel Gestank bedeutet, dass es Sommer sein muss.“ Die besten Passagen verdienen einen Vergleich mit E.B. Whites „Here Is New York“; das Schlimmste sind kleine Wunder des kryptischen Unsinns. (Richtig, der Broadway verläuft diagonal über das Straßenraster, aber wie lässt er die Alleen „entsetzt“ zurück?) Und die breiteren Linien des städtischen Lebens gelten gleichermaßen für Chicago, London und Dar es Salaam. Dennoch vermitteln Whiteheads geschickte Skizzen der Besonderheiten von Cocktailpartys und U-Bahnsteigen ein Kribbeln der Zuneigung.

Der Koloss von New York: Eine Stadt in dreizehn Teilen
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