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Denkfabrik

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 Unschärfe, Damon Albarn Bildnachweis: Blur: Peter Marlowe

Denkfabrik

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  • Musik

Trotz des kürzlichen Abgangs des Schlüsselmitglieds Graham Coxon hält sich Blurs siebtes Album mehr oder weniger an die Formel, die auf „13“ von 1999 etabliert wurde, und vermischt traditionelle Songs zu einem chaotischen Mischmasch aus experimentellen Jams und halbfertigen Ideen. Die Kombination funktionierte auf „13“, mit gut gemachten Melodien wie „Coffee and TV“ und „No Distance Left to Run“, die Oasen inmitten der Weiten der musikalischen Erkundung boten. Leider, Denkfabrik“ s Songs sind einfach nicht so gut und seine Experimente sind nicht so faszinierend oder, nun ja, experimentell.

Ob das an der Abwesenheit von Gitarrist Coxon liegt, an der Beteiligung von Frontmann Damon Albarn an ablenkenden Nebenprojekten wie Gorillaz und „Mali Music“ (seine malischen Musikerkohorten tauchen gelegentlich auch bei „Think Tank“ auf) oder an einer Art schleichender Post-Britpop-Apathie ist jedermanns Vermutung. Aber die Beweise für den Niedergang von Blur sind nicht zu leugnen: Die Kickoff-Single „Crazy Beat“ – überproduziert von Over-the-Hill-DJ Fatboy Slim – ist ein Wegwerfalbum mit Cartoon-Stimme, das weder verrückt noch tanzbar ist. „Jets“ passt zu Whoa, Dude-Texten („Jets are like comets at sunset“) mit einem leblosen Groove und einem Saxophon-Solo, das so wenig Bezug zur Musik hat, dass es komplett von einer anderen Aufnahme abgehoben klingt. Bei „We’ve Got a File on You“ bellt Albarn wiederholt den Titel des Tracks über einem müden Distortion-Overdrive-Gitarrenriff.

Die Balladen schneiden besser ab. „Good Song“ und das Ray-Davies-artige „Sweet Song“ machen ihrem (nicht gerade einfallsreichen) Titel alle Ehre, und „On the Way to the Club“ und „Out of Time“ entschädigen für saftige Texte mit herzlichen Vocals von Albarn . Für ein Album namens „Think Tank“ scheint diese verworrene Runderneuerung jedoch schrecklich wenig Ideen zu haben.



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