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Das Haus zu Fall bringen

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  Steve Martin, Königin Latifah, ... Kredit: Das Haus zu Fall bringen: Sam Emerson

Das Haus zu Fall bringen

C-Typ
  • Film
Genre
  • Komödie

Nicht um zu viel PC auf seinen Arsch zu bekommen, aber was für eine Art von Spike Lee-ärgerlichem Durcheinander ist Steve Martin im Schilde Das Haus zu Fall bringen ? Martins Comedy-Persönlichkeit ist oft die eines verklemmten Weißen, der von seiner eigenen Wespenhaftigkeit eingeengt ist und der von einem wilden und verrückten Gen, das er nicht unter seinem silberhaarigen Furnier verstecken kann, vor einer langweiligen Zukunft anmutiger Tischmanieren gerettet wird. Eine kleine Rassenstörung ist gut für einen Martin-Mann – seine Füße werden glücklich und er wird bunter in seiner eigenen blassen Haut. In dieser derben, schlecht abgestimmten Komödie jedoch macht die Ankunft von Queen Latifah als schlaue, wackelige Sistah Martins Figur, Peter Sanderson, viel zu glücklich – er ist so wahnsinnig begeistert von den Kräften der Schwarzen als Emanzipatoren von verdrängten Ichs, dass Martin in seiner Karriere noch nie so unbequem weiß ausgesehen hat.

Die Königin – groß, lebhaft und strahlend in einer Parade von auffälligen Moden – spielt Charlene, eine schlagfertige entflohene Schwindlerin, die Peter in einem Internet-Chatroom für Anwälte trifft und sich fälschlicherweise als die spitze Alabasterblondine im Vordergrund eines angeschlossenen Digitalvideos darstellt Foto, anstatt die brüllende schwarze Dame mit Handschellen im Hintergrund. Peter, ein statusbewusster Anwalt und Vater von zwei Kindern, ist verwirrt über seine kürzliche Scheidung von seiner Frau Kate (Jean Smart); Charlene ist derweil besessen davon, ihren Fall wieder aufzurollen (sie war wegen bewaffneten Raubüberfalls im großen Haus) und möchte Peters Hilfe, um ihre Unschuld zu beweisen.

Stock-Farce-Charaktere und abgestandene Chaosszenen füllen die Pause zwischen den Scharmützeln zwischen Martin und Latifah: Eine rassistische britische Witwe (Joan Plowright) verwöhnt ihren hässlichen Hund, ist aber unhöflich zu Menschen. Bling-Bling-geladene Club-Gangstas leben groß. In einem besonders unangenehmen, ausgedehnten „Witz“ geht Charlene in einem Catfight mit Kates Goldgräberschwester (Missi Pyle aus „Snow Days“) Hand in Hand und sie schlagen sich mit einer hässlichen Gewalt, die das Publikum zum Lachen bringt.



Der Film – Regie ohne klaren Comedy-POV von Adam Shankman („The Wedding Planner“), nach einem überstrukturierten Drehbuch von Jason Filardi – soll im Großen und Ganzen falsch lustig sein, eine Sendung von Rassenstereotypen. Aber ohne die satirische Selbstsicherheit von „Bulworth“ und wenig von der Lockerheit, die Martin in seinen viel urkomischeren Umgang mit einem Schwarzen in „Bowfinger“ brachte, ist „Bringing Down the House“ ein farbloser Wermutstropfen … mit einer großen Ausnahme.

Eugene Levy spielt Peters Anwaltskanzleikollegen Howie Rottman, und unter Howies dreieckigem Äußeren bebobbelt die Seele des angesagtesten Weißen auf zwei linken Füßen. „Schwing es, du Kakaogöttin!“ Howie ruft ehrfürchtig aus, als er Charlenes prachtvolle Beute erblickt, und von diesem Moment an ist er ein Goner, ein Mann, der herrlich in Kontakt mit seinem authentischen Selbst ist, das zufällig das eines … Bruders ist. Howies Erregung ist das Erwachen eines wirklich hemmungslosen, sexuell befreiten Mannes – das absolute Ideal von Peter (und jeder Quintessenz von Steve Martin). In dem ansonsten uninspirierten „Bringing Down the House“ ist Levys aufgeklärter Groove geradezu genial.

Das Haus zu Fall bringen
Typ
  • Film
Genre
  • Komödie
mpaa
Laufzeit
  • 105 Minuten
Direktor