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Angela Bassett kritisiert Halle Berrys Oscar-Rolle

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 Angela Basset Bildnachweis: Angela Bassett: Vince Bucci/Getty Images/NewsCom

Wären die Dinge anders gelaufen, wäre es vielleicht Angela Bassett gewesen, nicht Halle Berry, die alles für „Monster’s Ball“ entblößt – und in der Oscar-Nacht als erste Afroamerikanerin, die eine Trophäe für die beste Hauptdarstellerin gewonnen hat, reichlich Tränen vergoss. Aber Bassett erzählt Newsweek, dass sie die Rolle trotz einer Dürre in der Filmkarriere abgelehnt hat, weil sie die Rolle erniedrigend fand. „Ich wollte keine Prostituierte im Film sein“, sagt sie. (Nicht buchstäblich eine Prostituierte – die Figur ist eine Kellnerin, die eine Affäre mit dem Henker ihres Sträfling-Ehemanns hat.) „Ich könnte das nicht tun, weil es so ein Klischee über schwarze Frauen und Sexualität ist.“ Sie sagt: „Film ist für immer. Es geht darum, etwas auf den Markt zu bringen, auf das man 10 Jahre später stolz sein kann. Ich meine, Meryl Streep hat ohne all das Oscars gewonnen.“

Die 43-jährige Schauspielerin sagt, sie habe nichts gegen Berry, es sei nur die Rolle gewesen. (Vanessa Williams und andere Schauspielerinnen lehnten es auch ab, berichtet Newsweek.) Sie erzählte dem Magazin, dass sie Berrys Auftritt liebte und sich selbst weinte, als Berry sie in ihrer Dankesrede erwähnte. „Ich kann und will Halle ihren Erfolg nicht verübeln“, sagt Bassett. „Es war nicht die Rolle für mich, aber ich sagte ihr, dass sie gewinnen würde, und ich sagte ihr, sie solle holen, was ihr gehört. Natürlich will ich auch eins. Ich hätte gerne einen Oscar. Aber es muss etwas sein, mit dem ich nachts schlafen kann.“

Bassett hätte selbst beinahe einen Oscar gewonnen, als sie 1993 für ihre Hauptrolle als Tina Turner in „What’s Love Got To Do With It“ nominiert wurde. In den Jahren danach gingen die Angebote für die Schauspielerin jedoch nicht gerade ein. Nach „What’s Love“ sagt sie: „Ich habe wieder anderthalb Jahre nicht gearbeitet. Ich glaube, ich war ziemlich naiv zu glauben, dass es anders wäre – dass es nur um das Talent ginge – besonders für jemanden, der so aussieht wie ich. Das vergisst man manchmal.“ Ihre letzte Hauptrolle spielte sie 1998 in „How Stella Got Her Groove Back“.



Sie sagt, dass sie auch für die Hauptrolle in dem Thriller „Entrapment“ von 1999 neben Sean Connery bereit war. „Ich erinnere mich, dass er sagte, wie schön unsere Haut nebeneinander aussehen würde und wie perfekt ich wäre. Ich verließ das Meeting mit dem Gedanken: ‚Das gehört mir.‘ Aber ein paar Wochen später besetzten sie eine damals weniger bekannte Schauspielerin.“ (Das wäre Catherine Zeta-Jones.) Bassett spielt derzeit in John Sayles ‘Indie-Ensemble-Bild „Sunshine State“.