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50 First Dates ist eine angenehm gestörte Romanze: EW-Rezension

Artikel
  Adam Sandler, Drew Barrymore, ...

50 erste Dates

B-Typ
  • Film
Genre
  • Romantik
  • Komödie

Adam Sandler bekommt immer das Mädchen, aber in den meisten seiner Filme fällt es Ihnen schwer, sich daran zu erinnern, wer sie war. Patricia Arquette in „Little Nicky“? Joey Lauren Adams in „Big Daddy“? Für Sandler sind diese Co-Stars keine Liebespartner; Sie sind eher wie Frauen, die einen streunenden Welpen aufnehmen und ihn geduldig stubenrein machen.

Ich will damit aber nicht sagen, dass Sandler die Qualitäten eines romantischen Stars fehlen. Er mag Gags bevorzugen, die mit Körperfunktionen und zerschmetterten Gliedmaßen handeln, aber als Held hat er schon immer eine Spur hartnäckiger Loyalität besessen. Er ist geradezu obsessiv – und natürlich mehr als ein bisschen kindlich. (Ist das nicht sein AstroTurf-on-a-coconut-shell-Haar? Es lässt ihn wie 12 aussehen.) Er ist eine elfenhafte Parodie auf einen verliebten Erwachsenen. Sandlers Verfolgung von Emily Watson in „Punch-Drunk Love“ hatte die Qualität eines Schwarms in der Grundschule, der zu wahnsinnigen Extremen getrieben wurde. Wenn es dem Film bei aller Faszination an Spritzigkeit mangelte, lag das an seinem zentralen Ungleichgewicht: Er war ein Geschöpf stotternder Fixierung; sie war ganz elegante Vernunft.

Im 50 erste Dates , einer angenehm geistesgestörten Romanze mit einer hawaiianischen Geeks-in-Paradies-Kulisse, bekommt Sandler endlich einen Charakter, der genauso mondsüchtig ist wie er. Vielleicht eher. Drew Barrymore mit ihrem albernen, süßen Grinsen spielt Lucy, die in einem permanenten Zustand der 24-Stunden-Amnesie lebt. Jeden Tag wacht sie auf und hat alles vergessen, was am Tag zuvor passiert ist – eigentlich alles seit dem Autounfall, der ihren Zustand verursacht hat. Immer wieder widmet sie sich ihrem Morgenritual, sitzt in der Nische eines Tiki-Shack-Frühstückscafés und baut eine Skulptur aus Waffeln. Sandler, als Meeresveterinär Henry Roth, ist ein Lothario mit Babywangen in Sandalen und geblümten Hemden, dessen Liebesleben darin besteht, einen geilen Touristen nach dem anderen zu verführen und dann im Stich zu lassen. Als er Lucy in dieser Kabine ausspioniert, versucht er, sich zu bewegen, aber in dem Moment, in dem sie verkündet, wie sehr sie den Fischgeruch an seinen Händen mag (er erinnert sie an ihren Vater), strahlt sie ein Leuchten aus, das er nicht abschütteln kann. Sie vereinbaren, sich am nächsten Morgen zu treffen – aber natürlich kann sie sich dann nicht an ihn erinnern. Die Verführung muss von vorne beginnen.



Diese alberne Verschmelzung von „Groundhog Day“ und „Memento“ hat einen Hauch von Geilheit, da Henry, wenn er wollte, versuchen könnte, für immer mit Lucy zu schlafen und sie in den ultimativen One-Night-Stand zu verwandeln. Aber Sandler starrt Barrymore, nachdem er ein paar frühe, charakteristische, eklige Gags überwunden hat (einer zeigt eine Flutwelle aus Walrosskotze), mit einem Funkeln, das tiefer und lebendiger in seiner Anbetung ist als der Blick, den er hatte, als er das erste Mal war tat sich mit ihr in „The Wedding Singer“ zusammen. In diesem noch alberneren Film haben die Stars eine Goo-Goo-Chemie, der man nur schwer widerstehen kann. „50 First Dates“ ist ziemlich slapdash, mit nur einem Anschein der komplizierten Reimstruktur von „Groundhog Day“. Der größte Teil der Komödie entspringt Witzen am Rande, wie Rob Schneiders polynesischer Slob-Routine oder Sandlers Assistentin (Lusia Strus), die wie eine transsexuelle KGB-Agentin ist, die von den Farrelly-Brüdern abgelehnt wurde, oder Sean Astin, der ein seltsam originelles Lispeln als Barrymores vorführt Muskeljungen-Bruder, der in sich selbst verknallt zu sein scheint. Doch der Film verbindet trotz all seiner genialen Idiotie emotional, indem er die Frustration von Lucys Zustand anzapft. Barrymore hat einen so schuppigen, schillernden Charme, dass Sie anfangen, sich dafür zu interessieren, sie gerettet zu sehen. Sandler, konfrontiert mit einem Mädchen, das sich nicht an ihn erinnern kann, ist gezwungen, der ultimative Romantiker zu werden, ein Mann, der mit jedem Atemzug umwirbt. Als Komödie ist „50 First Dates“ Standard-Sandler, aber als Liebesgeschichte hat es mich angenehm angeheitert, wenn auch nicht ganz betrunken gemacht.

50 erste Dates
Typ
  • Film
Genre
  • Romantik
  • Komödie
mpaa
Laufzeit
  • 96 Minuten
Direktor